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Zum Weiterlesen

 

“ Was denkbar ist, ist auch möglich.“ (L. Wittgenstein)

 

Was ist ökonomische Zukunftsforschung? Zumeist versteht man darunter Prognosen – Trends und Projektionen von Langfrist-Entwicklungen, die die Wirtschaft künftig prägen werden. Wissenschaftliche ökonomische Zukunftsforschung hat damit jedoch nichts zu tun. Zwar berührt sie in der zukunftsforscherischen Praxis durchaus die Prognostik, ist jedoch als Gegenentwurf zu Vorhersagen begründet worden.

Der Ausgangspunkt: In komplexen und hoch dynamischen Umfeldern versagen Prognosen. Egal, wie gut Monitoring, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Big Data-Tools sind: Sofern die Gegenwart nicht mehr sinnvoll als Basis für die Erforschung der Zukunft taugt (weil letztere deutlich anders sein wird), brauchen wir neuartige Instrumente. Dafür steht Zukunftsforschung.

Das Buch beschreibt das Handwerkszeug der Disziplin, ihre ökonomischen Fundamente und beleuchtet die Anschlusspunkte an die BWL. Genutzt werden diese Werkzeuge nicht für konventionelle unternehmerische Herausforderungen, sondern für Spezial-Fragen wie radikale Innovationen, disruptive Marktabschätzungen und langfristig orientierte Organisationsentwicklung. Noch längst nicht jede Branche muss sich damit beschäftigen. Allerdings nimmt die Zahl derer, die mit Benchmarking, klassischen Entscheidungsprozessen und Kreativitätstechniken nicht mehr zurande kommen, zu. Für sie ist dieses Buch.

Inhalt:

  • Begriffliches und analytisches Grundgerüst, typische Fragestellungen

Wie wird Zukunft erforscht?

  • Programm und Wissenschaftsverständnis 

Wie geht das logisch: Etwas zu erforschen, was es noch gar nicht gibt?

  • Paradigmen – zwei Grundüberzeugungen

Prognostik versus Antezipation: Warum es einer Alternative zu Vorhersagen bedarf

  • Ökonomie und Zukunftsforschung

Welche (andere) Art von BWL ergibt sich daraus?

 Leseprobe blau

 

 

„Das Silicon Valley ist kein Ort, sondern eine Idee.“

Rezension: Harvard Business Manager 5_2016

 

Silicon Valley als InspirationWie funktionieren Innovationen im Valley? Sind „Moonshots“ Verrücktheiten amerikanischer Nerds oder ernst zu nehmendes unternehmerisches Prinzip? Wie treffen diese Manager Langfrist-Entscheidungen? Woher kommen ihre Visionen und Ideen? Und vor allem: Was können andere Unternehmen daraus lernen?

Dieses Buch stellt ein alternatives Ökonomieleitbild vor, wie es im Silicon Valley zu finden ist. Wir untersuchen, wie in Unternehmen an der US-West-küste Entscheidungen zustande kommen, und demonstrieren, wie unternehmerischer Erfolg durch eine gedankliche Vorwegnahme der Zukunft erreicht werden kann.

Um nachzuvollziehen, was die kalifornische Ökonomie antreibt, bedienen wir uns der Instrumente der Zukunftsforschung: des Wissenschaftsverständnisses, der Methoden und der zentralen Forschungsperspektive. Wir setzen uns sozusagen die gleiche Brille auf wie die, welche die Kalifornier selbst benutzen. Erst dann lässt sich zeigen, dass die zukunftsempathische unternehmerische Denkweise, auf der das Ökonomieleitbild des Silicon Valley fußt, jedem Unternehmen offen steht – es ist kulturell neutral.

Inhalt:

Gesellschaftlicher Wandel als Herausforderung für Zukunftsentscheidungen.
Aus welchen Motiven ist die Idee des Valley entstanden?

Entscheiden – Die unternehmerische Identität festlegen.
Wie werden intern Entscheidungen hoher Tragweite (strategische Relevanz) und erheblicher Reichweite (Langfristhorizont) getroffen?

Exzellent werden – Unternehmen entwickeln.
Wieso entsteht daraus eine eigene Form sowie ein eigener Anspruch von ‚outstanding‘-Sein, der weit über das Ökonomische hinausgeht?

Zukunftsintelligenz – Grundlagen einer Preconomics.
Was bedeutet eine Ökonomie, die mit strategischem Anspruch vorausschaut?

Leseprobe blau

 

 

„Der Mittelstand könnte in Deutschland zwischen Politik und Wirtschaft eine ganz andere Rolle spielen und das von Konzernen dominierte Feld verlassen: Vorreiter werden für ein anderes Wirtschaften.“

Von „Managementbuch“ ausgezeichnet und empfohlen
Buchbesprechungen bei Change XAnleger-Portal.

 
  

Das Thema Zukunft ist wieder ‚in’. Nach 2008 wars recht still geworden um die prognostische Zunft, aus nachvollziehbaren Gründen. Immer deutlicher zeichnet sich indes ab, dass viele Menschen vom politischen Diktat der Alternativlosigkeit und dem formalistischen Abarbeiten der Agenda die Nase voll haben.

Dass deshalb sofort neue Utopien und Visionen vom Himmel purzeln erwartet zwar niemand. Aber dass die Technokratie einiger weniger „Strategie“-Experten, wie sie sich in den letzten Jahren etabliert hat, nun auf unbegrenzte Zeit auch weiter unsere Zukunftsbelange bestimmen soll, will auch niemand. „Selberdenken“, „anders wirtschaften“ oder „neues Unternehmertum“ sind aktuelle Stichworte für dieses Empfinden. Unser Buch geht anhand dessen, was die Zukunfts- und Trendforschung zum Stand dieser Dinge – methodisch und inhaltlich – beizutragen hat, einem solchen anderen, neuen Verständnis von Unternehmertum nach.

Dabei geht es mit Bedacht nicht um die Perspektive der Großkonzerne, sondern um die Sichtweise des bescheidenen Rests von gerade mal drei Vierteln der deutschen Unternehmen, die ein anderes Grundverständnis haben von Wirtschaft, Unternehmertum und Erfordernissen der Zukunftsvorsorge.

Das Ergebnis dieses Status-quo-Berichts ist ernüchternd. Vor allem für die Zukunftsindustrie. Aber es ist auch erleichternd: Denn dass „keine Alternativen“ für ein anderes Verständnis von Zukunft existierten, ist lediglich ein Ergebnis des Eindrucks, den die moderne Aufmerksamkeitsökonomie so häufig hinterlässt.

 Leseprobe NO SUCH FUTURE