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Ökonomie der Zukunft

 

Wir schreiben das Jahr 2100.

 

Sie blicken zurück auf ein Jahrhundert, in dem sich das Selbstbild der westlichen Welt grundlegend verändert hat. Heute regiert transklassisches Denken – und mit ihm eine Ökonomie, die ihr interplanetarisches Leitbild inzwischen daran orientiert, die virtuellen Konsumwelten auch für die Sinne des Fühlens, Schmeckens und Riechens noch authentischer zu machen.

Vor allem aber orientiert sich die Wirtschaft an der Nachfrage aus der explosionsartig anwachsenden Bewusstseinsindustrie: War es doch diese Branche, die sich (nach der Digitalisierung und dem Internet der Dinge) als das „Next Big Thing“ herausstellte und die Ökonomie seit der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts prägt: „Technologies of the Mind“…

Technologies of the Mind

Die Programmierung dieser disruptiven Technologien hat durch den Einsatz von Quantencomputern eine eigene Evolution eingeleitet. Innovationen berühren heute fast immer alle gesellschaftlichen Bereiche sofort. Hochschulen lehren mehrwertige Logik, die Durchbrüche innerhalb der qualitativen Mathematik haben die Entwicklung völlig neuartiger Maschinen ermöglicht: Künstliche Intelligenz bestimmt die Informations- und Kommunikationstechnologien, in der zweiten Grundschulklasse erhält jedes Kind einen personalisierten Quantencomputer.

Dank der ersten erfolgreichen, menschlichen Mars-Erkundungen seit Mitte des Jahrhunderts und der Lehren, die aus Satelliten- und Sonden-Missionen auf anderen Planeten gezogen wurden, verfügen wir heute über Produktionsverfahren, die vor 100 Jahren noch undenkbar waren: Verfahren, die die Annahme, dass zwingend eine vermittelnde Technik vonnöten sei, um ein gedankliches Ziel in die Praxis umzusetzen, als voreiligen Irrtum entlarvte. Zwar hatte sich dieser Gedanke in unserer Kultur über 2.500 Jahre halten können, erwies sich letztlich aber als ein (ursprünglich religiös-metaphysisch begründeter) logischer Fehler, der inzwischen überwunden ist. Die ökonomische Pointe daran: Den Zugriff auf die jeweilige Identität, die wünscht (das heißt kauft), wollen alle. Sie ist die begehrteste Ware der noch jungen interplanetarischen Zivilisation.

 

Japanische Vision vom Virtual Shopping

Die ‚Applied Neurosciences‘ boomen seit Jahrzehnten, stellen die beliebtesten Studiengänge und haben diejenige Wirtschaftsbranche begründet, in die heute die meisten Investitionen fließen – private wie öffentliche, allerdings mit sehr unterschiedlichen Interessenlagen. Während die Staaten kaum hinterherkommen, ihre Deep Learning-Sicherheitsarchitekturen aktuell zu halten, steht die IT-Branche kurz vor ersten Anwendungen aus dem Bereich Neuroplastizität. Es war die Quantenphysik, die Mitte des 21. Jahrhunderts den Durchbruch hierzu ermöglichte – fast 150 Jahre nach ihrer Entdeckung. Zuerst im Mikrokosmos, dann in technologisch komplexen Übertragungen auf den Makrokosmos wies sie nach, dass Bewusstseinsvorgänge (also die physische Aktivität des Denkens) Materie zwar nicht direkt, aber indirekt – also kausal – beeinflussen. Die geistige Schockwelle, die dieser inzwischen empirisch vielfältig belegten Erkenntnis folgte, führte zu einer vollständig neuen „Theory of Mind“. Und die abendländische Wissen-schaft bemüht sich seitdem Schritt zu halten mit den, gefühlt im Sekundentakt hereinbrechenden, Konsequenzen, die diese phänomenale Perspektive auf die Welt nach sich ziehen.

Und die Unternehmen?

Waren dank antezipativer Intelligenz auf diesen Wandel bestens vorbereitet und mit die ersten, die von ihm profitierten. Sie hatten bereits lange im Voraus diese neue Welt vorweggenommen: Und zügig das InterNext (Nachfolger des ersten Internets) ausgestattet, in dem Menschen ein nahezu vollumfängliches soziales Leben führen, ihre Persönlichkeit konfigurieren, zu anderen Planeten beziehungsweise ihren Freunden und Verwandten in den extraterrestrischen Kolonien reisen, oder auch einfach nur physische oder spirituelle Erlebnisse genießen können. Aus der Privatwirtschaft stammen zudem einige großartige inspirierende Antezipationen einer künftigen Gesellschaft des 22. Jahrhunderts – denn dank des InterNext gibt es inzwischen wieder eine Plattform für die globale Öffentlichkeit, in der Gesellschaften über ihre Zukunftsentscheidungen diskutieren und Meinungsmehrheiten organisieren können; sowohl in nationalem Rahmen als auch gemäß globaler Interessenlagen und Aktionsfelder. Erst eine Reihe unternehmerischer Innovationen machte diese Situation möglich, und der Anfang des 21. Jahrhunderts aufkommende Populismus, der erst von rechts, dann von links die gesamte westliche Welt überrollte, konnte dadurch nach und nach erstickt werden.

Als Beobachterin schütteln Sie noch heute innerlich den Kopf bei der Erinnerung an die Überheblichkeit weiter Teile der alten Experten-Ökonomie, die Anfang des 21. Jahrhunderts die revolutionäre Idee von „Corporate Moonshots“ einfach weglächelte und für die Verrücktheit einiger Nerds aus überdrehten Technologiezentren hielt. Und damit entscheidende Weichenstellungen verpasste, um von dieser Zeitenwende später profitieren zu können. Insbesondere der europäische Wirtschaftsstandort trägt bis heute an den Langfristfolgen dieser verpassten Chance und befindet sich nach wie vor auf einer mühsamen Aufholjagd.

Preconomics® erforscht, was nötig ist, dass zukunftsorientierten Wirtschaftsorganisationen so etwas nicht passiert.